Der Krebsabstrich

Was ist ein Abstrich?

Bei der gynäkologischen Routineuntersuchung werden durch vorsichtiges Abstreichen von der Oberfläche des Gebärmutterhalses Zellen entnommen. An diesen lassen sich Veränderungen erkennen und gegebenenfalls behandeln noch bevor aus ihnen Krebs entsteht. Durch die regelmäßige Abstrich-Kontrolle kann daher das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, sehr stark reduziert werden. Die Untersuchung ist einfach und schmerzlos durchzuführen.

 

 

Abstrichabnahme

 

Vom äußeren Muttermund des Gebärmutterhalses wird mit einem Spatel und vom Gebärmutterkanal mit einem Wattestäbchen ein Zellabstrich (der so genannte Krebsabstrich oder PAP-Abstrich) entnommen, um ihn anschließend in einem Labor v.a. auf entartete Zellen untersuchen zu lassen. Die Ergebnisse dieses Zellabstriches werden nach dem Papanicolaou-Schema in verschiedene Gruppen von Pap I bis Pap V eingeteilt.

 

 

 

Wie wird der Krebsabstrich untersucht?

 

Der Abstrich wird an ein zytologisches Labor geschickt, wo eine Färbung nach Papanicolaou durchgeführt wird (deshalb spricht man auch vom Pap-Abstrich).

 

Die Zellen werden unter dem Mikroskop von Pathologen oder Gynäkologen mit spezieller zytologischer Zusatzausbildung untersucht. Es wird dabei jede einzelne Zelle des Abstrichs beurteilt.

 

An der Innsbrucker Universitätsklinik für Frauenheilkunde erfolgt diese Untersuchung im hauseigenen Morphologischen Labor.

 

 

Was sagt ein Pap-Befund aus?

 

In der überwiegenden Zahl der Fälle findet man einen negativen, das heißt unverdächtigen Pap-Befund: entweder ist das Zellbild völlig normal (PAP I), oder man kann leichte Abweichungen vom normalen Bild finden, die aber eindeutig gutartiger, z. B. entzündlicher Natur sind (PAP II). Auch ein PAP II, der häufigste Befund bei geschlechtsreifen, sexuell aktiven Frauen, bietet keinerlei Grund zur Beunruhigung.

Manchmal findet man Zellveränderungen, die zytologisch nicht eindeutig zuzuordnen sind (PAP III): es könnte eine Entzündung die Ursache sein, oder es handelt sich um eine Krebsvorstufe (Dysplasie oder CIN = Cervikale intraepitheliale Neoplasie) oder auch bereits um Krebs. In diesen Fällen muss der Abstrich wiederholt werden bis ein eindeutiger Befund erhoben werden kann.

In wenigen Fällen ergibt die Untersuchung einen positiven, also verdächtigen und abklärungsbedürftigen Befund: Man findet Zellen, die typisch sind für eine geringgradige Dysplasie (PAP IIID) welche sich eventuell spontan zurückbilden kann, für eine höhergradige Dysplasie (PAP IV), oder - ganz selten - bereits für eine Krebserkrankung (PAP V).

 

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